Medienmitteilung Depotneubau_1

Die Feuerwehr Werdenberg Süd will zwei der drei Depotstandorte zusammenlegen. In
Rans/Oberräfis sollen die Stützpunkte Buchs und Sevelen unter einem Dach vereint werden. Ziel ist es, künftig Synergien noch besser zu nutzen, den nötigen Platzbedarf zu schaffen und die Abläufe den heutigen Vorgaben anzupassen.

Die beiden Feuerwehrdepots der Stadt Buchs und der Gemeinde Sevelen sind sanierungsbedürftig und müssten erweitert werden. An beiden bestehenden Depot-Standorten ist der erforderliche Ausbau aus Platzgründen nicht möglich. Dies war einer der Gründe, weshalb die Feuerwehren Buchs, Sevelen und Wartau vor gut vier Jahren die Strukturüberprüfung und die gemeinsame Zukunftsplanung in Angriff nahmen. Inzwischen haben sich die drei Feuerwehren zur Feuerwehr Werdenberg Süd zusammengeschlossen. Im weiteren Prozess sollen nun die beiden Depotstandorte Buchs und Sevelen an einem gemeinsamen Standort in Rans/Oberräfis zusammengeführt werden. Der dritte Standort in Wartau bleibt weiter bestehen, damit die gesetzlich festgelegten Zeiten zwischen Alarmierung und Eintreffen der Rettungskräfte eingehalten werden können.

Strategisch idealer Standort für neues Depot

Wie Vorabklärungen zeigen, eignet sich der strategisch auserwählte Standort für das neue Depot in Rans/Oberräfis bestens. «Von hier aus können wir die Hilfefristen einhalten, die Erschliessung ist
optimal und die benötigten Landreserven konnten wir in einem Vorvertrag sichern», erklärt Markus Hofmänner, Präsident der Baukommission. Inzwischen wurde der Standort von der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St.Gallen überprüft. Diese legt im Feuerwehrwesen die Leistungsanforderungen fest und ist Bewilligungs- und Kontrollorgan. Die Gebäudeversicherungsanstalt betrachtet den vorgesehenen Standort für den Depotneubau als ideal und sicherte im Falle des Zusammenschlusses der drei Feuerwehren und der Zusammenlegung der beiden heutigen Standorte Buchs und Sevelen Subventionen zu. In welcher Höhe diese sein werden, ist noch nicht bekannt.

Machbarkeitsstudie wird erstellt

Als nächster Schritt wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Diese soll im Sommer dieses Jahres vorliegen. «Mit der Machbarkeitsstudie wird überprüft, ob das Raumprogramm auf dem Areal realisiert werden kann. Dazu gehören die Berücksichtigung der Abläufe und Prozesse, respektive die Abhängigkeit der verschiedenen Räume», erklärt Bauherrenvertreter Patrik Hämmerle von der Bauberatung Hämmerle und Partner. Um von den Erfahrungen anderer Feuerwehren profitieren zu können, besichtigten Vertreter der Baukommission verschiedene Depots in der Schweiz. «Dank dem Austausch und den Praxiserfahrungen von anderen Feuerwehren konnte das Raumprogramm bereits in der Startphase optimiert werden», sagt Marcel Senn, Kommandant der Feuerwehr Werdenberg Süd und nennt ein Beispiel, «die Gesamtfläche für das Retablieren im Atemschutzdienst konnten wir durch diese Erkenntnisse reduzieren. Dank dem intensiven Austausch können wir in der jetzigen Phase die angedachten Abläufe nochmals kritisch hinterfragen und das neue Depot auf das Notwendige reduzieren, ohne am falschen Ort Abstriche zu machen.»

Synergien über Feuerwehr hinaus nutzen

Synergien sollen nicht nur durch die Zusammenlegung der beiden Depotstandorte Buchs und Sevelen genutzt werden, sondern auch durch die Integration von Partnern. Die enge Zusammenarbeit mit der Zivilschutzorganisation am Standort Buchs hat sich bewährt. Deshalb ist vorgesehen, dass diese weitergeführt wird und der Zivilschutz ebenfalls ins neue Feuerwehrdepot in Rans/Oberräfis umziehen wird. Bei weiteren Partnerorganisationen laufen derzeit Abklärungen. Ziel ist es, sämtliche Synergien zu nutzen, die Rettungsorganisationen für die künftigen Herausforderungen zu entwickeln und mit den geplanten Investitionen der Bevölkerung die grösstmögliche Sicherheit zu bieten. Nach der Erstellung der nun laufenden Machbarkeitsstudie soll ein Architekturwettbewerb durchgeführt
werden. Der Zeitplan sieht vor, dass im Frühling 2023 das Siegerprojekt ausgewählt wird. Sobald ein konkretes Projekt vorliegt, wird die Gemeinde Sevelen das Grundstück umzonen. Frühester Baubeginn für das neue Feuerwehrdepot ist Ende 2024. Im Optimalfall kann dieses im Jahr 2026 bezogen werden.

Bildlegende: Projektleiter und Bauherrenvertreter Patrik Hämmerle (v.l.), Feuerwehrkommandant Marcel Senn und Baukommissionspräsident Markus Hofmänner auf der Wiese, auf der das neue Feuerwehrdepot realisiert werden könnte. Aktuell wird eine Machbarkeitsstudie erstellt.

Foto: Ralph Dietsche

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